Am Samstag, den 22. November, spielte Erik Penny live in der Kellerhalle, einem kleinen Veranstaltungskeller in einem Hinter-Hinterhof der Oststadt mit großer, persönlicher Atmosphäre. Der US-amerikanische Americana- und Pop-Gitarrist, der in Berlin-Kreuzberg lebt, sollte an jenem Abend ursprünglich im Radio Oriente auftreten, doch Oriente-Chef Zeynel Arslan hat sich entschieden, seine Location zum 1. November zu schließen, unter anderem weil der Mietpreis nicht mehr im Verhältnis zum Aufwand stand. Die Baustelle vor seinem Club trug ihr Übriges zur traurigen Entwicklung bei.
 
In der mit ein-, zweihundert brennenden Teelichtern dekorierten und mit einem altertümlichen Holzofen beheizten Kellerhalle entstand eine Stimmung, wie sie im Radio Oriente nur schwer möglich gewesen wäre. Der sympythische Musiker pflegte einen fast familiären Umgang mit den rund 70 Gästen. Das Plaudern mit seinem Publikum ging so weit, dass er mitten im Lied unterbrach und freundlich „Gesundheit“ wünschte, sobald er in der ersten Reihe ein Niesen vernahm. 
 
Zum letzten Konzert des Jahres lädt Gastgeber Reinhard Kontny bereits an diesem Wochenende, am 28. November, in die Kellerhalle ein. Zu Besuch sind Harry Mate & Li’l Pit mit Gitarre, Kontrabass und Gesang. Eine Anmeldung, beispielsweise über Facebook („Freunde der Kellerhalle“), ist erwünscht.